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Lost...Was bedeutet das überhaupt?

Ein Wort, das wohl genauso vage ist, wie die unzähligen Zustände die es beschreibt. Ein Gefühl, das viele Masken trägt - und sich vor allem dann breitmacht, wenn man sich die großen Fragen des Lebens stellt...aber keine Antwort findet:

Wer bin ich...

Wo will ich hin...

Was will ich aus

meinem Leben machen...

Weißt du gerade auch nicht genau, wie's weitergehen soll? Oder fragst dich, ob deine bisherigen Entscheidungen die Richtigen waren? Sehnst du dich nach Orientierung und einem tieferen Sinn für dein Leben? ​​

Wenn das nach dir klingt, gibt es dafür sogar einen Namen. Möglicherweise befindest du dich gerade mitten in deiner...

Quarter-Life-Crisis

Aber keine Sorge, das ist keine Diagnose, sondern eine ganz normale, wenn auch sehr herausfordernde Entwicklungsphase. Das Problem ist nur, dass viele sich dessen gar nicht bewusst sind und diese Phase häufig mit vielen Selbstzweifeln und Schamgefühlen verbunden ist. Vor allem wenn man sich mit denen vergleicht, die ihre Antworten scheinbar schon gefunden haben.

Dieser Druck den du spürst, die Überforderung, die Lähmung...es geht plötzlich nur noch darum, nicht zu versagen. Den Anschluss nicht zu verlieren. Nicht "hinterherzuhinken". Nicht falsch zu sein.

​

Auch mir ging es damals so, bis mir nach und nach klar wurde, dass ich damit besonders hier in Berlin nicht alleine war. Irgendwann fragte ich mich:

Warum erwischt es eigentlich so viele von uns?

 

Ich denke, es liegt vor allem daran, dass man uns nur beibringt, wie man sich anpasst – aber nicht wie man herausfindet, was man wirklich will. Nach der Schule werden wir ins "wahre Leben" entlassen und sollen bitte schon für alles einen genauen Plan parat haben.

Aber wie soll man wissen, wer oder was zu einem passt,

wenn man sich selbst noch gar nicht richtig kennt?

Als hätte sich deine Persönlichkeit mit dem letzten Zeugnis vollständig entfaltet. Well, as we all know...it has not. Irgendwann mussten wir natürlich alle mal anfangen eine Richtung einzuschlagen. Aber wenn sich das mittlerweile leer anfühlt, war's vielleicht gar nicht dein Weg, sondern nur einer von vielen.

Der Punkt ist: Das ist okay! Denn diese Phase in der du dich suchst, dich reflektierst, dich neu zusammensetzt...die dauert nun mal, aber eins ist klar:

​

Wenn du dich darauf einlässt, hast du die Chance, dich selbst besser kennenzulernen und ein Leben aufzubauen, das sich wirklich nach deinem eigenen anfühlt.

Und genau das ist der Plot Twist in deiner Geschichte – denn ich sage:

Lost zu sein...
ist der Anfang von etwas Gutem

Es bedeutet:

dass du den Mut hast, den Status quo zu hinterfragen, anstatt dich kopflos einzufügen. ​

dass du dich nach Echtheit und Lebendigkeit sehnst und nicht bereit bist, dich mit weniger zufrieden zu geben.

​dass du dich gerade von den Prägungen deiner Vergangenheit löst, um die authentischste Version von dir freizulegen.

Das klingt schon mal ganz anders, oder? Mir ist wichtig, dass du verstehst: Mit dir ist alles in Ordnung! Ich glaube, unser Bewusstsein, unsere Sicht aufs Leben und die Art wie wir denken, haben sich im Vergleich zu früheren Generationen einfach stark verändert. Deshalb kollidieren unsere inneren Überzeugungen mit dem System, in dem wir aufwachsen. Ein System, das auf Leistung basiert – nicht auf Selbstverwirklichung. 

Das Wichtigste ist, dass du dir selbst überhaupt die Erlaubnis gibst, Nein zu sagen zu dem, was man dir als richtig verkauft hat. Für deine Eltern oder dein Umfeld ergibt es vielleicht keinen Sinn, dass du dir nicht einfach irgendeinen Job suchst, um Geld zu verdienen. Aber was, wenn es für dich Sinn macht, genau das Richtige zu finden? Du darfst mehr vom Leben erwarten als das, was dich gerade unglücklich macht!

Aber das heißt nicht, dass du schon auf alles eine Antwort haben musst. Probier dich aus. Verrenn dich. Fang neu an. Es darf Zickzack sein.

Dass es so viele von uns erwischt, ist vielleicht kein Zufall. Du bist nicht die einzige, die das funktionieren und mitlaufen satt hat. Jede von uns, die ihren ganz eigenen Weg einschlägt, rüttelt damit an dem, was jetzt noch als "normal" gilt.

Etwas in dir sträubt sich schon lange dagegen, sich anzupassen und es wartet nur darauf, von dir gehört zu werden. Dein Feuer ist noch nicht erloschen! Aber es erstickt unter Erwartungen, die nie deine eigenen waren. Der Rauch, der dir gerade die Sicht nimmt, ist der Beweis, dass es noch brennt und kämpft. Zeit, ihm wieder Luft zu geben.

"The vast majority of the collective is traumatized. It's our secret unrecognized epidemic. Trauma extends far beyond the "big" events. At its core it's disconnection from true self. It presents as depression, deep loneliness and anxiety.

All of us have healing to do."

(Dr. Nicole Lepera)

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